Alternative Gas Festpreis
Angesichts drohender Gaspreiserhöhungen für den kommenden Herbst, überlegen viele Gaskunden befristete Verträge bei den Versorgern abzuschließen, die Gas zu einem Festpreis garantieren. Die meisten Gasfestpreis-Verträge haben eine Laufzeit von einem Jahr. Einige Unternehmen, sowie unter anderem Großkonzern RWE, bieten Gas Festpreise aber auch für drei Jahre an.
Gasanbieter, denen es gelungen ist, für mehrere Jahre Gas zu einem festen Preis einzukaufen, wollen also dieses Profit auch an ihre Kunden weitergeben bzw. erhoffen sich, dadurch neue Kunden für sich gewinnen zu können. Da das Gas zum Festpreis nur begrenzt vorrätig ist, müssen Interessierte schnell zugreifen, denn sonst sind die Fixpreisverträge bereits vergriffen!
Vorteile von Gas Festpreisen
Der Vorteil von Gas Festpreisen liegt einerseits klar auf der Hand: Der Gaskunde kann sich bei Abschluss eines solchen Vertrages sicher sein, dass er für den vertraglich festgelegten Zeitraum auch nur den festgesetzten Gasfixpreis zu zahlen hat. Der Verbraucher umgeht auf diese Weise also weitere Gaspreiserhöhungen und kann eine genaue Energiekosten-Kalkulation durchführen.
Betrachtet man die Gaspreisentwicklung der vergangenen Monate, kann die Rechnung mit einem Fixpreisvertrag für Gas also durchaus aufgehen. Sollten sich die Spekulationen über Preiserhöhungen von bis zu 40 Prozent bewahrheiten, wäre man mit einem abgeschlossenen Gasfestpreis-Vertrag auf der sicheren Seite.
Selbst wenn die Energiepreise durch eine internationale Krise plötzlich dramatisch ansteigen sollten, liegt das Risiko auf Seiten der Gasanbieter.
Nachteile von Gas Festpreisen
Ein großes Manko der Gasfestpreise: Wenn man als Gaskunde nicht von Gaspreiserhöhungen betroffen ist, kann man auch nicht von Preissenkungen profitieren.
Ein weitere Kehrseite ist, dass man aus dem Vertrag so schnell nicht mehr herauskommt. Inder Regel kann man den Vertrag nicht ohne Weiteres kündigen.
Sprich: den Festpreis muss man zahlen, selbst wenn dieser durch eine Behörde als zu hoch eingestuft wurde. Tut sich ein neuer günstigerer Gasanbieter auf dem Markt auf, muss man die zum Teil lange Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist einhalten, ehe man wieder wechseln kann. Nur in den seltensten Fällen (z.B. bei Umzug) kommt der Verbraucher aus dem Vertrag wieder raus.